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Loupedeck – Lightroom regeln

Lightroom ist bekannt für seine vielen Regler und wird dafür von den Profis geliebt und von den Einsteigern gehasst. Das neue Loupedeck stellt für beide eine Lösung da.

Die Boards wurden schon eine ganze weile angekündigt und sind nun auch an die ersten Tester ausgeliefert worden. Ähnlich wie beim Sounddesign können nun viele Regler haptisch bedient werden. Bevor Loupedeck die Produktion von ihren Decks angekündigt hatte, behalf man sich mit alten Midi-Boards aus der Musikabteilung. Das funktionierte nicht minderschlecht, bedurfte jedoch einiger Einarbeitung.

Loupdeck hat ein schönes Stück Technik auf dem Markt gebracht. Das Deck kommt ohne große Anleitung und ähnelt in der Größe in etwa eine Bürotastatur. Auch das Gewicht trifft es in etwa dem einer normalen Tastatur. Für mich hätte es ein ticken schwerer sein können. Dadurch würde es doch etwas fester auf dem Tisch stehen. Es ist aber nicht so dass es nun hin und her rutscht, da die großen Gumminoppen auf der Unterseite ganze Arbeit leisten.

Die Tasten und das große Crop Rad geben tolles Feedback. Die in der Tastatur eingelassenen Räder rasten sehr schön ein, so dass kein ständiges Verstellen vorkommen kann. Einzig die Drehknöpfe haben keinen einrastenden Widerstand. Ich vermute dadurch soll ein genaueres Einstellen im Einer-Bereich ermöglicht werden. Vom Feeling her erleiden die Drehknöpfe jedoch dadurch an Hochwertigkeit. Es fühlt sich nicht an als wären sie für die Ewigkeit gemacht.

Die Implementierung sucht ihres Gleichen. Software laden, Loupedeck anschließen und es ist sofort einsatzbereit. Die Tasten können zu jeder Zeit neu belegt werden. Während des Regeln gibt es keinerlei Zeitverzögerungen. Das ist wirklich sehr angenehm. Ich finde die Anordnung der Tasten zudem sehr sinnvoll angelegt. Auf der linken Seite befinden sich Bewertung und Umschalten verschiedener Modi, mittig die Regler und nach rechts die Ansicht und Export.

Kein Scrollen ist notwendig, da beim Regeln alles direkt angesprochen wird. Das Crop/Rotate-Tool z.B. startet sobald der Regler gedreht wird und beendet seine Arbeit nach ca. einer Sekunde Stillstand und geht zurück in die Ausgangsansicht. Im Großen und Ganzen bin ich überzeugt dass sich das Loupedeck einiger Beliebtheit erfreuen wird.

Was mich allerdings abschreckt ist der Preis. Ganze 369,00 Euro kostet das Loupedeck und spricht somit wirklich nur die Daueruser von Lightroom an. Da bin ich leider schon raus, denn ich gestalte meinen Workflow fast ausschließlich über CameraRAW. Und ich meine das wäre eine Überlegung wert zu versuchen das Loupedeck in CameraRAW einzupflegen und gehe sogar soweit zu sagen, dass es fast Pflicht wäre. Die Regler sind im Grunde alle die Gleichen, nur das Interface ist ein Anderes.

Autor: Thomas Preuß

Thomas Preuß ist Jahrgang 83 und kommt aus einem kleinen Ort in der wunderschönen Uckermark (Brandenburg). Auch wenn er etwas abseits wohnt, ist er seit dem 56k-Modem im Internet unterwegs und mit Win 3.1 begann die digitale Neugier. Er liebt seine kleine Familie und die Fotografie ist seine Leidenschaft (Instagram.com/preussenlicht) welche er gerne teilt.

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