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Bezahlschranken, Paywall – Wohin wird sich das Netz entwickeln?

Das Internet, unendliche Welten mit kostenlosen Content. So kann der Werbespruch eventuell mal gelautet haben um den Usern das Internet nahe zu bringen. Okay es ist jetzt etwas Fiktiv aber eigentlich ist es recht Einfach gewesen Informationen jeglicher Interessengebiete zu “ersurfen”.

Große Verlag wie z.b. Welt Online in Deutschland gehen den Weg eine Paywall zu bauen und nach einer gewissen Anzahl freier Inhalte wird man dezent darauf hingewiesen doch bei Interesse einen monatlichen Obolus zu entrichten und dann das gesamte Angebot nutzen zu können. Einen anderen Weg geht man bei der angeblichen ungeliebten Bild Zeitung. Hier gibt es das Angebot Bild Plus wo ich nicht weiter drauf eingehen will.

Nun habe ich auf der Webseite golem.de einen Artikel gelesen der mich zu diesen Zeilen erwogen hat. So kann man bei Golem ab Heute ein werbe freies Abo Modell buchen. Hier geht man aber den Schritt für ein Abo die Werbung auszublenden. Zwar kann man das auch mittels Ad Blocker erreichen aber die Redaktion hofft hier wohl auf die interessierte, lesende Kundschaft. Es scheint aber auch in diesem Fall zu funktionieren. Zumindest wenn man einem Tweet glauben darf ;).

Kein kostenloser Content mehr?

Aber wo geht die Reise nun hin? Wird es auf lange Sicht vorbei sein mit dem kostenlosen Content im Internet? Die Frage stellen sich sicherlich die Betreiber schon Länger ;). So habe ich bis vor ein paar Jahren gerne die Info Seite www.netzeitung.de besucht. Es war unter anderem die erste Seite in Deutschland die sich Komplett auf die Online Präsentation beschränkt hat. Ein Redaktionsteam hat die Inhalte geschrieben und online gestellt. Im Jahr 2009 war es damit dann Vorbei und die Redakteure wurden entlassen und man hat das System auf ein “automatisiertes Nachrichtenportal” umgestellt. Im Endeffekt wird kostengünstig der Content von anderen Seiten “abgegriffen” und ein wenig optisch angepasst als der Eigene präsentiert. Hier benötigt man natürlich nicht soviel Personal für.

Kritiker dieser Paywalls argumentieren das man mit einer ordentlichen Suche die selben Informationen über Google oder andere Suchmaschinen kostenlos finden kann. Ja aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wenn man nicht gerade Poweruser ist, dann besucht man doch nicht mehr wie fünf bis sechs Seiten. Das ist jetzt keine empirische Erhebung aber wenn ich mir mein Surfverhalten anschaue dann sind es wirklich nicht viel mehr. Mal kommt die Eine oder Andere neue Seite hinzu aber im Gro bleibt man bei den gleichen Seiten.

Alles in Allem bleibt abzuwarten ob nur die regionalen Zeitungen mit ihrem Abo durch kommen oder immer mehr der stark frequentierten Webseiten mit der Zeit in irgend einer Weise auf den Bezahl-Trip aufspringen werden. Verteufeln will ich es nicht – zwingend dafür bin ich auch nicht. Und mit ein wenig Werbung könnte ich wirklich leben aber die ganze Sache wird leider immer Größer und Nervender. So hier mal ein kleines Bild was ich vor einiger Zeit per Twitter an die Redaktion von Golem geschickt habe. Leider haben sie darauf nicht einmal reagiert ;)…

Autor: Oliver Ferme

Er ist seit dem Jahr 1998 im Internet unterwegs und hat den 2YK Bug ohne Probleme überlebt. Nach mehreren Jahren in den Fängen der Call of Duty Onlinewelt ist es ihm etwas Langweilig geworden und er möchte als Webninja das eine oder andere Wort an die Leserschaft richten. Wer noch mehr über ihn erfahren möchte unter http://olli-f.de/

3 Kommentare

  1. Pingback: [Webninja] Bezahlschranken, Paywall – Wohin wird sich das Netz entwickeln? | netzlesen.de

  2. Das Problem ist schlicht und ergreifend, dass man mit Inhalten online nur sehr schwer Geld verdienen kann. Die Netzeitung kenne ich noch, die hat mir damals auch gut gefallen. Ich war ähnlich schockiert, als daraus ein zweites Google News gemacht wurde.

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