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Google Maps Engine – Karte mit Markierungen und Routen erstellen

Mit Google Maps kann man nicht nur Karten anschauen und Routen berechnen lassen. Es ist zudem möglich Karten zu bearbeiten. Bearbeiten heißt in diesem Sinne, Markierungen hinzuzufügen, Flächen markieren und auch Routen hinzuzufügen. Diese Funktionen ermöglicht uns die Hauseigene Google Maps Engine (Lite Version). Die Lite Version ist etwas eingeschränkt gegenüber der Pro, jedoch wird wohl der normal User nicht an die Grenzen der kleineren Version kommen. Wer sich dennoch für die Pro Version interessiert, ist mit rund 5 $ im Monat dabei.

Karte erstellen

Beim ersten Aufrufen wird man gefragt ob eine neue Karte erstellt oder eine vorhandene geöffnet werden soll. Für Beides ist ein Google Account erforderlich. Dies allerdings nur für die Erstellung der Karten. Für das Betrachten der fertigen Karten ist kein Account notwendig.

Start mit leerer Karte

Start mit leerer Karte

Im linken Fenster darf der Name der Karte geändert werden. Desweiteren befindet sich hier die Ebenenpalette und die Kartenauswahl. Die Ebenenpalette führt sämtliche Markierungen, Linien und Routen einzelnen auf. Die Auswahl der Basisikarte ermöglicht sich den grafischen Teil in Gelände, politische Karte und Weitere anzeigen zu lassen.

Über die Suchfunktion kann schneller zu Orten gesprungen werden. Aber das kennt man ja schon von den normalen Google Maps. Darunter befinden sich Button zum Hinzufügen von Markierungen, Linien und Routen.

Symbole auf Karte einfügen

Markierungen sind wohl die am häufigsten genutzte Funktion. Hierüber kann ein Symbol an gewollter Stelle eingefügt und beschriftet werden. Mögliche Änderungen sind Name, Text und Hinzufügen eines Bildes.

Kartenmarkierung

Kartenmarkierung

Sobald eine Markierung erstellt ist, erscheint ein neuer Eintrag in der Ebenenpalette. Hier können weitere Einstellungen wie Farbe und Symbol vorgenommen werden. Gerade die Auswahl der Symbole ist groß und ist nach Themen sortiert.

Symbole auswählen

Symbole auswählen

Flächen markieren

Die Linien – kennt man aus Google Earth als Polygone – werden genutzt um Flächen hervorzuheben. Ebenso wie die Markierungen kann der Name als auch ein kleiner Text hinzugefügt werden. In der Ebenen Palette erhält man Optionen zu Farbe, Transparenz und Rahmenbreite.

Linien mit Ebeneneigenschaften

Linien mit Ebeneneigenschaften

Routen erstellen

Tolles Feature ist die Integration von Routen. Wählt man diese an, erscheint in der Ebenenpalette die Möglichkeit Start und Ziel einzugeben. Ist dies getan, erscheint auch gleich die Route auf der Karte. Schade das die Gestaltungsoptionen hier ein jähes Ende nehmen. Keine Farbe, keine Symbole – dass wäre irgendwie noch wünschenswert gewesen. Als weitere Möglichkeit bleibt nur das Verkehrsmittel zu wählen oder weitere (Zwischen-)Ziele hinzuzufügen.

Route erstellen

Route erstellen

Zeige deine Karten

Wie gebe ich die Karte nun weiter? Über einen grünen Button namens „Teilen“ öffnet sich ein Fenster welches die Berechtigungseinstellungen enthält. Als Standard ist die Karte als Privat eingestellt. Somit können nur über E-Mail eingeladenen Personen auf die Karte zugreifen. Berechtigungen können allerdings dahingehend geändert werden, dass die Karte von jeder Person aufgerufen werden kann, welche den Link erhalten hat. Ebenso besteht die Möglichkeit das jeder im Internet darauf zugreifen kann. Selbst das Bearbeiten der Karte ist für Außenstehende möglich, wenn die Option ausgewählt wird.

Berechtigungen

Berechtigungen

Wo finde ich Google Maps Engine?

Das hab ich ewig gesucht. Warum mir Google Maps Engine noch nicht aufgefallen ist, bleibt mir ein Rätsel. Eigenartig, dass es noch nicht in Google Maps als auch in den Google Apps beworben wird. Auf den Standard Google Maps findet man über das Zahnrad am unteren rechten Rand einige Einstellungen. Darunter auch die Option „Meine Karten“ und hier erscheint auch die Möglichkeit Karten erstellen zu können. Und schon ist man auf Google Maps Engine. Ziemlich versteckt oder?

Es gibt sogar eine App für Android welche ich mangels Android noch nicht testen konnte. Für alle anderen mobilen Systeme bleibt nur die mobile Desktopversion zu nutzen. Auf meinem iPad mini hatte ich etwas Probleme das Kartenmaterial zu laden. Könnte an der Kompatibilität liegen, könnte aber auch an meiner schwachen Leitung (1000er DSL) liegen.

Google Maps Engine unter Android

Google Maps Engine unter Android

Fazit

Einfach klasse und völlig unkompliziert. Hier hat Google ein Ass welches irgendwie noch nicht ausgespielt wird. Ich hätte gerne noch eine Portierung auf iOS, ansonsten lässt Google Maps Engine keine wünsche offen.

Google My Maps
Google My Maps
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
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Google Maps Engine
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Autor: Thomas Preuß

Thomas Preuß ist Jahrgang 83 und kommt aus einem kleinen Ort in der wunderschönen Uckermark (Brandenburg). Auch wenn er etwas abseits wohnt, ist er seit dem 56k-Modem im Internet unterwegs und mit Win 3.1 begann die digitale Neugier. Er liebt seine kleine Familie und die Fotografie ist seine Leidenschaft (Instagram.com/preussenlicht) welche er gerne teilt.

1 Kommentar

  1. Ja, habe mich (notgedrungen) auch in Google Maps Engine reinfuchsen müssen. Die Zusatzfunktionen (Zeichnen, Objekte, etc.) sind echt gut. Aber die Lite-Einschränkungen (z.B. Import von max. drei Tracks) und die fehlenden Möglichkeiten zur Gestaltung von eingebetteten Karten (ich nutze das Ganze, um GPS Tracks in meinem WordPress-Blog darzustellen) finde ich nicht so prickelnd. Da war die alte Lösung über Google Maps (meiner Meinung nach) besser.
    Aber ich hoffe mal, dass Google hier in nächster Zeit noch „nachlegen“ wird. 🙂

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