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Wie wird man ein Unternehmer?

Um diese Frage zu beantworten, bedarf es natürlich erstmal einer detaillierteren Definition. Denn Unternehmen ist nicht gleich Unternehmen und Unternehmer nicht unbedingt Unternehmer.

Definiert man Unternehmertum mal rein über das Wort Unternehmen, also ausgehend von einer Unternehmung, man unternimmt also etwas, wird es sehr schnell schon sehr breit gefächert.

Allerdings gehen wir jetzt erstmal von einer etwas subtileren Definition aus und unterstellen einmal, dass man wirklich ein Unternehmen gründen möchte und vor hat diese auch hauptberuflich, also nicht als Hobby oder zum reinen Spaß, zu führen. Hier stellt sich grundsätzlich erstmal die Frage nach der Unternehmensform.  Um etwas ins Detail zu gehen wird sich im Folgetext erstmal den Unternehmensformen gewidmet welche sich für eine Gründung oder einen Start bezahlt machen.

Einzelunternehmen mit oder ohne Umsatzsteuerpflicht

Gründet man ohne oder aber wie häufig der Fall mit wenig Startkapital fällt die Wahl sehr schnell und einfach auf das Einzelunternehmen. Hier hat man gleich zu Beginn wieder 2 Optionen. Zum einen Umsatzsteuerpflichtig und zum anderen via Kleinunternehmerregelung und somit umsatzsteuerbefreit. Zweiteres bietet sich vor allem dann an wenn man vorhat keine hohen Einnahmen zu generieren oder es bereits November ist wenn man gründet. Sollte man jedoch vorhaben sein Unternehmen hauptberuflich zu betreiben und auf Erfolgskurs zu bringen, so ist klar, dass man entsprechende Umsatzgrenzen sowieso überschreiten wird. Demnach kann man es auch gleich „richtig“ machen und ein umsatzsteuerpflichtiges Einzelunternehmen gründen. Man hat so den Vorteil dass man seine Ausgaben auch umsatzsteuertechnisch geltend machen kann. Eine weitere und beliebte Option besteht in der GmbH oder UG.

Gründung als GmbH oder UG

Natürlich kann man es auch „krachen“ lassen und in Form einer GmbH gründen. Hier kommen allerdings Kosten für Notar, diverse Gebühren für Amtswege und Veröffentlichungen, sowie das notwendige und nachzuweisende Startkapital hinzu. Wer dieses Geld nicht „up front“ besitzt kann auch die kostengünstigere Variante der UG in Anspruch nehmen. Hier ist weniger Startkapital nötig und die Gründungskosten selbst stellen sich ebenfalls niedriger dar. Es werden während des zu startenden Geschäfts Rücklagen für das Kapital gebildet welche bei Erreichen der entsprechenden Summe dazu beitragen das die UG zur „richtigen“ GmbH umgeschrieben wird.

Weitere Gesellschaftsformen

Natürlich gibt es eine ganze Liste weiterer Gesellschaftsformen welche auch für den Gründer, also den der sich am Anfang einer Geschäftsidee im Aufbau befindet, sinnvoll sein können. Meistens handelt es sich dabei dann aber um sehr viel spezifischere Vorgänge und Gründer welche nicht als „Anfänger“ oder „Quereinsteiger“ gründen, sondern sehr genau wissen was sie tun und welche Gesellschaftsform ihrem Vorhaben entsprechen. Beispielsweise gibt es die Kommanditgesellschaft (KG) oder die Kombination aus GmbH und Kommanditgesellschaft (Gmbh & Co. KG) oder die GbR, welche einer Eheschließung ähnlich das von zwei Einzelunternehmen geführte Unternehmen umfasst. Achtung: Hierbei haftet jeder unbegrenzt für die Taten des jeweils anderen. Es gibt die OHG (Offene Handels Gesellschaft) oder auch beliebt Vereine. Letzten Endes kommt es eben darauf an was genau man vorhat.

Wer benötigt denn unbedingt die GmbH?

Die GmbH kann zum Beispiel gedanklich dann von Nöten sein wenn es dem Gründer um die Außenwirkung geht. Hier malt man sich Vorteile von der „Prestige“ dem „Anstrich“ aus. Es kann Sinn machen wenn man seine Haftung begrenzen möchte. Ein selbstständiger Bauunternehmer der mit Hohen Summen umgehen muss und auf Einhaltung vieler anderer Unternehmen „gerade stehen“ muss sollte tunlichst sein Privatvermögen absichern. Geht es beispielsweise reinweg um die Gründung eines Unternehmens um beispielsweise Promotion Tätigkeiten nachzugehen, sollte das Einzelunternehmen absolut ausreichend sein.

Fazit

Diese Informationen als Impuls und leichter Teaser für ein weiteres Brainstorming, sollten eventuell Anlass genug sein um sich ausführlich auf die Recherche zu begeben. Denn eines ist ganz klar und 100% Safe. Ein nachhaltig erfolgreicher Unternehmer wird langfristig nur, wer sich sehr gut vorbereitet, alle Informationen zugänglich macht und sinnvoll verarbeitet und noch dazu gewillt ist gerade in der Gründungszeit, viel härte, viel länger und viel mehr zu arbeiten als er es als Angestellter jemals in Betracht gezogen hat zu tun.

Autor: Thomas Preuß

Thomas Preuß ist Jahrgang 83 und kommt aus einem kleinen Ort in der wunderschönen Uckermark (Brandenburg). Auch wenn er etwas abseits wohnt, ist er seit dem 56k-Modem im Internet unterwegs und mit Win 3.1 begann die digitale Neugier. Er liebt seine kleine Familie und die Fotografie ist seine Leidenschaft (Instagram.com/preussenlicht) welche er gerne teilt.

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