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Spielen und Lernen im Kindesalter das Gleiche?

Kleine Kinder können sich stundenlang mit irgendwelchen Spielzeugen auseinandersetzen, ohne dass ihnen langweilig wird. Ein Spielzeugauto oder eine kleine Figur, die man hier finden kann, wird von einem Kind gerne mal ein paar Stunden am Stück benutzt. Aber wie machen die das und warum funktioniert das nur bei kleinen Kindern?

Kinder im Kindergartenalter können sich leicht für Dinge begeistern, da sie kein Stress um sich haben und viele Dinge für sie neu sind. Zeit und Druck spielt bei ihnen noch gar keine Rolle und somit leben sie ganz einfach im „Jetzt“. Das ändert sich mit der Zeit in der Grundschule, wenn Kinder lernen verantwortungsbewusst zu sein und Aufgaben ihnen viel von ihrer Freizeit nehmen. Sie fangen an zu verstehen, dass man Pflichten auch mal über die eigenen Bedürfnisse stellen muss und dass das genau so bei anderen Leuten auch ist. Gesellschaftliche Normen prägen sich im Kopf des Kindes ein und Schritt für Schritt lernt es, dass das Leben kein Ponyhof ist. Spätestens mit der Pubertät haben Kinder ganz andere Dinge und Probleme im Sinn und haben entsprechend keine Zeit und Lust mehr auf den „Kinderkram“.

Grade im frühen Kindesalter lernt der Mensch am besten und fleißigsten. Kinder wollen viel
entdecken und Sachen herausfinden und das ist auch sehr wichtig, weswegen dieser Akt nicht
unterbrochen werden sollte. Auch wenn es nur wie ein paar kleine Spielereien aussieht, steckt
meistens mehr dahinter. Kinder versuchen sich Formen, Geräusche, Farben usw. einzuprägen und zu verknüpfen. Das ist ihre Art Dinge und Situationen kennen zu lernen. Im Gegensatz zum
Schulunterricht, ist das Lernverhalten eines Kleinkindes sehr praxisbezogen.

Kleinkinder lernen die Grundlagen des Lebens. Dazu gehört nicht nur das kennenlernen neuer Sachen, sondern auch das Ausprägen der Sinne und der Motorik. Lego eignet sich für die Ausprägung der Motorik und einiger Sinne ziemlich gut. Kleine Teile aufeinander zu stecken hört sich einfach an, ist für Kinder aber nicht immer leicht. Feinmotorik und die damit verbundenen kleinen Bewegungen sind anstrengend und müssen erst mal gelernt werden. Auch das bildliche Vorstellungsvermögen wird gefördert. Kinder versuchen sich an eine Form zu erinnern und bauen sie nach. So wird die Funktionalität des Gehirns erhöht und erweitert. Auch wenn viele Erwachsene dagegen sind, helfen Videospiele Kindern was Motorik und schnelles Denken angeht. Andere Beschäftigungen sind da aber genauso gut.

Autor: Thomas Preuß

Thomas Preuß ist Jahrgang 83 und kommt aus einem kleinen Ort in der wunderschönen Uckermark (Brandenburg). Auch wenn er etwas abseits wohnt, ist er seit dem 56k-Modem im Internet unterwegs und mit Win 3.1 begann die digitale Neugier. Er liebt seine kleine Familie und die Fotografie ist seine Leidenschaft (Instagram.com/preussenlicht) welche er gerne teilt.

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