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Lecturio – Lernplattform für Studenten und Lernbegeisterte

Mit Lecturio ist eine neue Lernplattformen an mich herangetreten die sich gerne im umkämpften Markt behaupten will. Die Betreiber haben mir angeboten einen Lehrgang meiner Wahl für 4 Wochen kostenlos zu testen. Da ich auf jeden Fall zu begeistern bin für solche Plattformen, habe ich natürlich nicht nein gesagt und mir zu meiner zweiten Leidenschaft, der Fotografie, einen passenden Kurs ausgesucht.

Welchen Kurs?

Bei gut 4000 Kursen viel die Wahl mir trotzdem nicht leicht. Es werden so ziemlich alle Bereiche des Alltags mehr oder weniger abgedeckt. Dabei sind nicht nur allgemeine Themen wie Wirtschaft und Freizeit gegeben sondern Spezialisierungen zu Jura und Medizin können gebucht werden. Besonders gefällt mir die Vorbereitung auf bestimmte Berufsausbildungen wie den Bilanzbuchhalter. Hier könnte Lecturio eine Marktlücke gefunden haben.

Ich habe mich letztendlich für den Kurs „Portraitfotografie“ von Fotograf Georg Banek entschieden. Mein Testurteil beruht jetzt quasi nur auf diesen Kurs und kann das Ergebnis natürlich etwas verzerren, da die anderen Kurse vielleicht eine völlig andere Herangehensweise haben.

Wie siehts aus?

Beim ersten Aufrufen, erscheint eine Übersicht aller Themen mit zeitlichem Umfang. Finde ich schon mal sehr gut und staunte nicht schlecht über den Gesamtumfang. Ganze 23 1/2 Stunden aufgeteilt in 38 Vorträgen mit Quizfragen und Lernmaterialien. Die Kosten belaufen sich auf ca. 11 Euro im Monat. Das ist ok wenn die Leistung stimmt. Es steht jedem zur Auswahl ob eine Flatrate oder ein spezieller Kurs gebucht wird.

Optisch ansprechend wirkten die Vorträge nicht auf mich. Ein Fenster mit Dozent vor einem Whiteboard, ein weiteres Fenster mit Aufzählung aller Themen und ein letztes Fenster mit den aktuellen Folien zum ausgewählten Thema. Über eine Zeitleiste wird angezeigt, wann die nächste Folie angezeigt wird. Alles sehr nüchtern und so gar nicht passend zum Webauftritt.

Screenshot Lecturio Kurs

Screenshot Lecturio Kurs

Fehlende Begeisterung bei einigen Kursen

Ein Manko für Lecturio zu meinem Test ist meine Begeisterung für den Service von Video2Brain. Im Vergleich muss Lecturio hier leider den Kürzeren ziehen. Auch wenn die Themen breit gefächert sind, stellt sich Zeitweise Langeweile ein. Vor allem das Mikro, welches wahrscheinlich irgendwo lieblos im Raum aufgestellt wurde, anstatt es der Dozent am Kragen oder am Mund trägt, verschafft eine ermüdende Monotonie. Das heißt jetzt wiederum nicht, dass alle Kurse auf diese Weise aufgezeichnet wurden.

Lecturio kann mobil unter iOS mit iPad oder iPhone genutzt werden. Alle anderen mobilen Betriebssysteme (z.B. Android) müssen mit der mobilen Webseite vorlieb nehmen. Das muss nicht zwangsläufig schlechter sein, aber eine Android App wäre ja wohl drin gewesen.

Lecturio App

Lecturio App

Fazit

Zum Ende hin musste ich mich doch wieder bremsen Lecturio nicht ganz so schlecht darzustellen, denn es ist eine wirkliche Alternative und in einigen Themenbereichen eine echte Ergänzung zu anderen Lernplattformen. Vor allem die zertifizierten Kurse für diverse Aus- und Weiterbildungen können gefallen. Da Lecturio zum kostenlosen Ausprobieren einlädt, kann man sich ruhig mal ran tasten.

– Nachtrag –

Jochen Kremer von Lecturio hat auf einige meiner Kretikpunkte reagiert und berichtet Folgendes:

Die Qualität einzelner Videos könnte tatsächlich besser sein. Wir versuchen aber ständig diese zu verbessern. Aus diesem Grund haben wir auch erst vor kurzem ein neues Aufnahmestudio bezogen. Das wird auch der Video- und Tonqualität zugute kommen. Die von Ihnen vermisste Android App befindet sich aktuell in der Entwicklung und wird demnächst erscheinen.

Das hört sich doch schon einmal gut an.

Autor: Thomas Preuß

Thomas Preuß ist Jahrgang 83 und kommt aus einem kleinen Ort in der wunderschönen Uckermark (Brandenburg). Auch wenn er etwas abseits wohnt, ist er seit dem 56k-Modem im Internet unterwegs und mit Win 3.1 begann die digitale Neugier. Er liebt seine kleine Familie und die Fotografie ist seine Leidenschaft (Instagram.com/preussenlicht) welche er gerne teilt.

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