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Neues Bamboo Pad von Wacom im Test

Von Wacom wurde mir, zum Test des neuen Bamboo Pad, ein rosa Exemplar zur Verfügung gestellt. Genauer gesagt ist es das Modell in Farbe Pearl white/ purple. Da ich ein langjähriger Nutzer vom Wacom Bamboo Pen and Touch Grafiktablett bin, habe ich mich auf den Test gefreut.

Auspacken und erster Eindruck

Die Verpackung kommt wie immer sehr hochwertig rüber und steigert die Vorfreude. Das Bamboo Pad wurde neu ins Portfolio von Wacom aufgenommen und soll wahrscheinlich für Einsteiger als auch Amateure den Weg zum digitalen Schreiben/Zeichnens ebenen. Die vorherigen Modelle namens Bamboo, wurden in die Intuos Reihe mit aufgenommen und in ebenso in diese umbenannt.

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Das Bamboo Pad welches mich erreicht hat, ist das wireless Modell und kostet mit 69 € ca. 20 € mehr als das mit USB Anschluss. Ein USB-Port wird jedoch auch mit dem wireless Modell belegt. Das Handflächen große Pad besteht gänzlich aus Kunststoff, fühlt sich jedoch sehr stabil an. Bestückt wird es mit zwei AAA-Batterien, welche bei leichter schütteln des Pads recht locker sitzen. Dies tut der Funktion aber keinen Abbruch, da man das Pad sowieso nur liegend verwendet.

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Das Funkmodul kann im Batteriefach versteckt werden. Dieses wird bei Verwendung an den USB-Port angeschlossen. Eine Installation ist unter Windows 7 und 8 nicht notwendig. Sobald das Bamboo Pad angeschaltet wird, ist es in wenigen Sekunden mit dem Notebook/PC verbunden und bereit zur Anwendung.

Bedienung

Der im Pad seitlich versteckte Stylus ist sehr leicht. Man könnte das Gewicht mit dem einer Zigarette vergleichen. Die Profis werden ihn belächeln, für den Laien ist er hübsch und leicht zu führen. Größere Hände könnten eventuell Schwierigkeiten mit der Länge bekommen. Die Taste lies sich für mich nur mit dem Daumen bedienen. Anders als bei den früheren Bamboo Tablets steht dem Pad nur eine Taste zur Verfügung. Auch fehlt dem Stylus eine Radiergummi Funktion auf der Rückseite. Sobald sich der Stylus dem Pad nähert, wird die Touchfunktion deaktiviert und es kann nur noch mit dem Stylus bedient werden. Dadurch werden Fehler vermieden, welche durch Auflegen des Handballen auf das Pad, entstehen können.

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Das Touchpad ist Windows 8 konform und lässt somit alle typischen Touchbedienungen zu. Es kann z.B. vom rechten Rand zur Mitte gewischt werden und es erscheint die Seitenleiste von Windows 8. Ähnlich wie bei einem Touchpad eines Notebooks, ist am unteren Rand die linke und rechte Maustaste verbaut. Das Bamboo Pad schaltet sich nach einer gewissen Zeit automatisch aus und kann nur durch bedienen des An- bzw. Ausschalters wieder aktiviert werden. Finde ich etwas nervig, eine Touchaktivierung wäre komfortabler gewesen, das Fehlen lässt sich jedoch verschmerzen.

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Der Softwaretest

Ich habe das Pad mit zwei kostenlosen Windows 8 Programmen getestet. Zum Einen mit dem Sketchbook Express von Autodesk und zum Anderen mit der hauseigenen App von Wacom namens Bamboo Page. Sketchbook Express reagiert im Großen und Ganzen ganz gut auf Eingaben des Stylus. Bei langen Strichen erscheint mittendrin eine kurze Unterbrechung bevor der Strich weiter gezogen wird. Die Druckintensität des Stylus wirkt nicht besonders ausgeprägt und ist nur wenig erkennbar. Wie nicht anders zu erwarten, funktioniert Bamboo Page hervorragend. Die Zeichnungen werden nicht unterbrochen und durch die Vektorisierung des gezeichneten, sieht alles sehr weich und professionell 😉 aus.

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Ausdauer und Lieferumfang

Bei 2 Stunden Nutzung pro Tag sollen die Batterien ca. 4 Wochen durchhalten. Bei gelegentlicher Nutzung sind da wohl 3 Monate drin. Als Mausersatz würde ich die kabellose Version allerdings nicht empfehlen. Im Lieferumfang sind das Bamboo Pad samt Stylus und Funkmodul, sowie Bedienungsanleitung und die beiden Batterien enthalten. Für den angegebenen Preis geht das in Ordnung.

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Fazit

Das Bamboo Pad ist stylisch, gut verarbeitet und funktioniert mit der richtigen Software hervorragend. In Zeiten von Touchscreens und Touchpads, welche so ziemlich in jedem Gerät verbaut sind, empfinde ich die Touchfunktion recht überflüssig. Könnte man durch Weglassen dieser Funktion den Preis drücken, würde ich das Bamboo Pad für jeden Einsteiger empfehlen. Für den selben Preis erhält man jedoch zur Zeit die Vorgänger Version mit besserem Stylus, größerer Fläche, programierbaren Tasten und niedrigerem Preis. Auf Kabellosigkeit (gibts das Wort?) muss nicht verzichtet werden. Ein W-Lan Modul ermöglicht mobile Freiheit. Einziges Manko, wenn man es so deuten will, ist die fehlende Touchfunktion. Auch wenn das Bamboo Pad kein Verkaufsschlager werden sollte, würde ich immer zu Wacom Produkten tendieren. Qualität und Service stimmen einfach.

Autor: Thomas Preuß

Thomas Preuß ist Jahrgang 83 und kommt aus einem kleinen Ort in der wunderschönen Uckermark (Brandenburg). Auch wenn er etwas abseits wohnt, ist er seit dem 56k-Modem im Internet unterwegs und mit Win 3.1 begann die digitale Neugier. Er liebt seine kleine Familie und die Fotografie ist seine Leidenschaft (Instagram.com/preussenlicht) welche er gerne teilt.

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