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iKlips – mehr Speicherplatz für dein iPhone und iPad

iKlips Farben

Mit der mangelnden Speichererweiterung der mobilen Apple Geräte haben so einige Schwierigkeiten. Ich zähle dazu. Derzeit besitze ich ein iPhone 4S mit nur 8 Gigabyte Speicher. Es ist mittlerweile einfach nur grauenvoll, da die Apps immer mehr an Speicher fordern. Für solche Hürden gibt es jedoch bereits einige Lösungen. Eine davon ist der externe Speicherstick iKlips des Unternehmen Adam Elements aus Taiwan.

Design, Lieferumfang und Testumgebung

Mehr Speicherplatz und ein schickes Design verspricht der iKlips. Der mir vorliegende Stick hat 64 Gigabyte (effektiv 58,8 GB) und kommt in einem angenehmen weiß-gold daher. Zwei weiße Kappen aus Gummi schützen den Lightning als auch den USB 3.0 Anschluss. Richtig, Lightning und USB 3.0 gehören zur Ausstattung und versprechen schnelles Übertragen von Dateien.

iKlips Verpackung

Aber zurück zum Design. Schlicht, schick und schön. Nicht umsonst wurde dem kleinen Stick der reddot Design Award verliehen. Da mein iPhone 4S leider kein Lightning unterstützt muss mein iPad mini retina mit 32 GB herhalten, die fast verbraucht sind. Das iPad ist mit dem derzeitigen iOS 9.0.2 ausgestattet.iKlips Farben

Der iKlips kommt in einer schicken Verpackung und beinhaltet den Stick, einen kleinen Beutel und eine Bedienungsanleitung. Wobei der kleine Beutel für mich nicht wirklich einen Sinn macht. Ich vermute aber dass die weibliche Gattung sich darüber freuen wird. Auch wenn iKlips nicht gerade den kleinsten Stick darstellt, sieht er am iPad doch recht ansehnlich aus.

iKlips Lieferumfang

Bei längerer Verwendung sollte man jedoch darauf achten das man das iPad stabil stellt und nicht Gefahr läuft irgendwo anzuecken, da der iKlips, auch wenn er gut und fest sitzt, bei stärkerem Druck abbrechen kann.

iKlips mit iPad mini Retina

iKlips App

Kommen wir zum wichtigsten Part. Denn ohne zusätzliche App läuft nichts. Diese trägt den sinnvoller Weise den gleichen Namen wir der Speicherstick und möchte installiert werden sobald der Stick an das iPad angesteckt wird. Die App ist natürlich kostenlos und nimmt nicht sonderlich viel Speicherplatz ein.

iKlips App im Apple Appstore

Sie kommt in reinem weiß daher und bildet alle wichtigen Punkte ab. Was mir gleich auffällt, ist der nicht vorhandene Portrait-Modus. Beim iPhone vielleicht nicht weiter tragisch, beim iPad jedoch nicht gerade optimal. Schließlich muss das iPad so im liegen verwendet werden, da man sonst wieder das Problem des abzuknickenden Speichersticks vor sich hat. Auch ein umdrehen auf den Kopf des iPad bringt keine Abhilfe – die App rührt sich einfach nicht. Hier müssen die Entwickler noch einmal ran. Aber keine Angst, sobald Videos, Bilder und sonstige unterstützte Dateien im Vollbild angezeigt werden, können diese auch in den Portrait-Modus gedreht werden.

Übersicht Backup Möglichkeiten

Welche Möglichkeiten ergeben sich nun mit iKlips?

Als aller erstes sollte hier die Möglichkeit einer Sicherung aus fast jeder App heraus an den iKlips erwähnt werden. Fast jede App die es ermöglicht Dateien (z.B. Bilder, Videos, PDF oder Sonstige) an andere Apps zu exportieren, kann diese Dateien an die iKlips App auslagern und somit auf dem iKlips speichern.

Dies kann bei größeren Dateien etwas dauern und mir fehlt eine Anzeige für den Fortschritt. Das stimmt nicht ganz, für mehrere Dateien gibt es eine Fortschrittsanzeige, jedoch bei einer großen wird leider nur Angezeigt welche Anzahl übertragen wird. Bei einer Datei ist das ja klar, aber wie lange dauert diese Übertragung? Weiterhin wurde die Datei, in meinem Falle eine PNG-Datei aus der App „Paper“ nicht gleich angezeigt. Nach abstecken und erneutem Anschluss des iKlips wurde die Datei jedoch angezeigt.

Anzeige Fortschritt Dateiübertragung

Da ich nicht komplett mit Apple ausgestattet bin und hauptsächlich mit einem Asus Notebook mit Windows 10 arbeite, kann ich Dateien nicht einfach hin und her schicken. Der iKlips ist einfach prädestiniert für diese Arbeit. Im neuen exFat Format kann der Stick in Windeseile zwischen iPad/iPhone und dem Windows Gerät, Dateien ohne Probleme verteilen.

Mühsam ist die Auswahl vieler Dateien, da jede einzeln angeklickt werden muss . Weiterhin ist das Löschen mehrerer Dateien auf einmal nicht möglich. Das kann wirklich nervig sein. Dafür ist es derzeit notwendig bei jeder einzelnen Datei mit einem Wischen den Button hervorzuholen, diesen anzuklicken und dann noch eine Bestätigung zum Löschen durchzuführen. Also drei Schritte. Bei mehr als 10 Dateien kann das monotones Tippen und Wischen ausarten. Der Hersteller verspricht in diesem Punkt jedoch Abhilfe und ist auch sonst in Punkto Support sehr kommunikativ.

iKlips Dateiliste

Im Multimedia Bereich ist der iKlips auch recht gut aufgestellt. Die gängigen Video- und Bildformate werden unterstützt. Wünschenswert für mich wäre noch gewesen, dass Video-Container-Formate wie das beliebte MKV unterstützt würden. Da dies nicht geht, muss das gewünschte Video vom iKlips in das iPad in eine App importiert werden, die dieses Format unterstützt. Bei knappem Gerätespeicher und einem Video das den freien Speicherplatz übersteigt, ist es nicht möglich es zu importieren.

Da nützt dann auch ein noch so großer Speicher auf dem iKlips nichts. Dies sollte man bedenken, wenn man unterwegs Filme schauen möchte. Immer so viel Speicher auf dem iPad/iPhone frei halten, wie die größte Datei auf dem iKlips darstellt. Weiterhin werden keine RAW-Bildformate unterstützt. Nicht weiter wild, da man ja ähnlich wie bei den nicht unterstützten Video-Formaten verfahren kann.

Ein sehr interessantes Feature ist die Sicherung der Kontakte. Auch in Zeiten von iCloud kann man nie sicher sein, das die Synchronisierung immer klappt. Gespeichert werden diese in einer Datei im VCF-Format, welches von vielen Programmen unterstützt wird. Bei einem Test, die Kontakte in die Windows 10 hauseigene Lösung zu Integrieren, hat dies sehr gut funktioniert.

Derzeit empfinde ich die iKlips App noch etwas unausgereift. Oft schließt die App einfach bei der Sicherung von simplen Bilddateien oder Videos direkt vom iPad. Der Fehler ist für mich noch nicht nachvollziehbar, kann aus Mangel an anderen Apple Testgeräten auch nicht nachproduziert werden. Eventuell liegt es auch am neuen iOS 9, welches seine Kinderkrankheiten erst besiegen muss.

Fazit

IKlips ist schön, schnell und bietet mir genügend Speicherplatz für meine Dateien. Auch wenn die App immer noch kränkelt, tut sie was sie soll. Adam Elements ist zudem sehr bemüht diese zu verbessern. Nicht alles lässt sich direkt abspielen, ermöglicht jedoch den Import direkt auf dein Gerät.

Wer an weiteren Daten interessiert ist, kann sich auf der deutschen Webseite von Adam Elements informieren. Weiterhin kann iKlips im Store, über Amazon und weiteren Online Shops bestellt werden.

iKlips
Preis: Kostenlos

– Nachtrag –

Um iKlips in Deutschland und Europa direkt vermarkten zu können, hofft das Unternehmen auf eure Mithilfe. Über die Crowd Buying Plattform „SeriesZero“ kann bis zum 17. November diesen Jahres eine finanzielle Unterstützung gegeben werden. Ziel sind 20.000 Euro zu erhalten.

Autor: Thomas Preuß

Thomas Preuß ist Jahrgang 83 und kommt aus einem kleinen Ort in der wunderschönen Uckermark (Brandenburg). Auch wenn er etwas abseits wohnt, ist er seit dem 56k-Modem im Internet unterwegs und mit Win 3.1 begann die digitale Neugier. Er liebt seine kleine Familie und die Fotografie ist seine Leidenschaft (blog.preussenlicht.de) welche er gerne teilt.

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